Krieschow.de

30-jähriger Krieg

Die Herrschart Cottbus und ihre Bevölkerung nach dem Dreißigjährigen Krieg Auf Grund des Landesvisitationsprotokolls von 1652 bearbeitet von Dr. Gerhard Krüger Druck von Albert Heine Buchdruckerei und Verlagsanstalt R.G, Cottbus 1618 brach der furchtbare Krieg aus, der unsere Heimat verwüstete und entvölkerte, dessen Folgen noch länger als ein Jahrhundert zu spüren waren. Einen Vorgeschmack von den Schrecknissen des Krieges erhielt der Kreis Cottbus schon im Sommer 1620, als 200 für Böhmen geworbenen Soldaten ihren Weg durch Cottbuser Gebiet nahmen. Sie quartierten sich gewaltsam in den Dörfern ein und gebärdeten sich wie "des Landes abgesagte Feinde". Sie haben Kuh und Kalb geschlachtet, die Ochsen aus dem Pfluge gespannt und gefressen. Kisten und Kasten aufgeschlagen und herausgenommen, was ihnen beliebt, die Federn aus den Betten geschüttet, Teiche abgestochen, den armen Leuten ihr Weib und Kind vor sichtigen Augen geschändet und übel zugerichtet. Die brandenburgischen Soldaten, die zum Schutz des Cottbuser Gebietes in die Stadt gelegt wurden, benahmen sich oft ebenso schlimm wie die Feinde. So klagten die Bewohner von Fehrow 1623 : "Heute sind 30 Soldaten voll und toll eingefallen, haben Quartier, Fleisch und Brot begehrt und sind, als der Schulze ihnen Speise im Gasthofe und 4 Tlr.20 Gr. geboten, in die Höfe gelaufen, haben sich mit den Weibsbildern herumgeschlagen, dem Weibe des Schusters bald entzwei geschlagen, Motken Knecht mit einem Beil auf den Kopf gehauen und den Schulzen durch die Backe in das Gesicht gestochen. Die von Striesow sind uns zur Hilfe gekommen, darüber sie die Flucht gegeben". Auch die Merzdorfer wurden mehrfach von Angehörigen der Cottbuser Garnison gebrandschaßt. Die eigentlichen Kriegsleiden fingen aber erst an, als 1626 Wallenstein durch den Cottbuser Kreis zog. Zwar musste das ganze Land zur Verpflegung der 30 - 40.000 Mann beitragen, aber ein großer Teil der Beköstigung ging doch auf Kosten der Quartierwirte. Am 3. August hielt Wallenstein seinen Einzug in die Stadt. Die Masse seines Volkes lag in den Vorstädten und Dörfern. Obwohl Wallenstein versprochen hatte, auf gute Manneszucht zu halten und sogar einige Übeltäter aufknüpfen ließ, fingen die Soldaten doch an zu plündern, ja, sie steckten sogar Fehrow und die Ratsschäferei in Kolkwitz in Brand. Beweglich klagt nach Abzug der Wallensteiner die Ritterschaft des Cottbuser Kreises: " Was die Armee Wallensteins in der Stadt und den Dörfern mit Brennen, Ehrenschänden Plündern, Anfällen, Forttreibung der Pferde getan, ist nicht zu beschreiben. Zwischen Wallenstein und des Feindes Armee ist schlechter Unterschied zu spüren….Mancher ist dabei um das Seinige gekommen, und die Untertanen sind zu Bettlern gemacht worden. Es ist unmöglich, im Rahmen dieser kurzen Abhandlung jede Drangsalierung zu schildern, der die Bewohnerschaft des Cottbuser Kreises in der Folgezeit ausgesetzt war. Einige Stichproben mögen genügen zu zeigen, wie die Leute allmählich zur Verzweiflung getrieben wurden. Da kam 1627 abermals Wallensteins Armee, raubte und plünderte in den Dörfern, steckte Gehöfte in Brand und misshandelte die Einwohner. Diesmal wurden die Kirche in Papitz sowie der Rittersitz Branitz völlig ausgeraubt. 1628 plünderten kaiserliche Truppen Ströbitz und Kolkwitz gänzlich aus. Dann wieder sollte die Festung Peitz instand gesetzt werden, wozu der Kreis Mannschaften und Geld bereit halten musste. In schlimmster Erinnerung blieb noch Generationen hindurch der Einfall des kaiserlichen Obersten Götze 1631. Diesmal hatten besonders die Dörfer des Amtes Peitz, Merzdorf, Großlieskow, Bärenbrück, Heinersbrück, Jänschwalde und Drewitz zu leiden. Großlieskow wurde von den Reitern Götzes in Brand gesteckt. 2 Bauern wurden gehenkt, einer erschossen, viele verwundet. Sie verfuhren mit den armen Leuten wie "barbarische Völker, die von Gott nichts wissen wollen", so dass die Dörfer, besonders aber auch die kurfürstlichen Vorwerke einige Zeit ganz wüst und öde lagen. Auch die Peitzer Hüttengebäude zerstörten Götzes Soldaten, sie trieben das Vieh fort und verfolgten die Arbeiter, so dass der Eisenhammer mehrere Jahre stillstand. Die Kirchenbücher jener Zeit sind voll von Bemerkungen wie: "Saretz von Schmelwitz jämmerlich von dem Götzischen Kriegsvolk erschlagen" oder "Matthes Reika und Gregor Sporner aus Seadow vom Götzischen Kriegsvolk jämmerlich erschossen". Mit Recht bezeichnet der Cottbuser Amtshauptmann diese Heimsuchung als die schlimmste, die dem Kreise bisher widerfahren war. Dann wieder fielen 1634 Kroaten in unseren Kreis ein. Fast kein Dorf blieb unberührt, besonders wurden Allmosen, Drieschnitz und Kolkwitz von ihnen verwüstet. Großlieskow und Heinersbrück steckten sie in Brand. Alles in allem verursachten sie dem Kreise 126972 Tlr. Schaden. Nach dem Abzug der Kroaten verbreiteten sächsische Streifabteilungen Schrecken unter der Landbevölkerung. Die Pest, von fremden Truppen eingeschleppt, räumte in den 1630er Jahren verheerend unter den Einwohnern auf. Mehrfach bot der fast unzugängliche Spreewald seinen Einwohnern Schutz vor feindlichen Scharen. Inmitten der Wasserwildnis wurden befestigte Plätze angelegt, die man mit Gräben und Palisaden umgab. Der Friede, den der Kurfürst von Brandenburg 1635 mit dem Kaiser abschloß, brachte dem Kreise Cottbus zwar Befreiung von den kaiserlichen Truppen, dafür aber wurden die brandenburgischen Truppen in Peitz zur wahren Landplage. So war der Rittmeister Johann Möller mit seiner Schwadron auf dem Lande einquartiert. Obwohl die Soldaten volle Verpflegung erhielten, brandschatzten sie doch die Dörfer. Stadt und Dörfer des Kreises mussten ihnen in 2 Monaten 2000 Taler an Geld und Getreide liefern. Auch trieb sich viel herrenloses Gesindel im Kreis herum, das teilweise unter dem Deckmantel regulärer Truppen, teils ganz offen auf eigene Faust auf Raub ausging. Mancher Landmann war der endlosen Plagerein müde und ließ Haus und Hof in Stich. Die letzten Kriegsjahre sind ausgefüllt mit Berichten über die Gewalttaten der Schweden. Wie eine verheerende Flut ergossen sich 1641 die Truppen des schwedischen General Stalhans über die Ortschaften des Cottbuser Kreises. Wer ihnen nicht gab, was sie forderten, dem brannten sie das Haus ab. Ganz Preilack ging in Flammen auf. Was nicht niet- und nagelfest war, das stahlen die Schweden, 34190 Taler sollte ihnen der Kreis als Kontribution erlegen. 17 Wochen hielten sie den Kreis besetzt. Nach dem Abzug lagen viele Bauernhäuser zerstört, auch die Güter hatten schwer gelitten, so z. B. war das Gut Buchholz von den Schweden gänzlich zerstört. Zwei Jahre später zog General Torstenson mit 8000 Mann Infanterie und 12000 Mann Kavallerie durch den Kreis. 4 Tage hielten sich die Truppen hier auf. Bei der ungeheuren Menge Volkes blieb nichts in den Scheunen. Der Amtshauptmann von Grünberg berichtete dem Kurfürst, dass nicht abzusehen sei, wie Menschen und Vieh bis zur Ernte durchgebracht werden sollen. Viele Einwohner waren während der langen Kriegsjahre völlig verarmt und sahen sich wider Willen gezwungen, das von ihren Vätern ererbte Gut zu verkaufen. Da sich die Menschen so lange Zeit nicht um den verlassenen Acker kümmerten, waren weite Strecken mit Wald bewachsen. Der große Kurfürst erkannte klar die dringende Notwendigkeit seinen entvölkerten Landen wieder arbeitende Menschen zuzuführen. Nach dem Frieden 1648 nahm er dies Werk in Angriff. Um sich zunächst einen Überblick über den Zustand des Landes zu verschaffen, gab er 1652 dem Cottbuser Amtshauptmann von Grünberg den Befehl, sich auf die Dörfer zu begeben und Erkundung einzuziehen, was noch an alten Bauern, Kossäten und sonstigen Einwohnern vorhanden wäre, auch sollte er die gedienten Soldaten befragen, wo sie gedient hätten. Dies war die Veranlassung zu der nachfolgenden Vokszählug. Amtshauptmann von Grünberg und sein Amtssektär Carl Magnus führten sie überaus gewissenhaft und gründlich durch, so dass die Aufzählung im Cottbuser Kreise weit eingehender sind als die anderen Gebietsteile. Das Land Cottbus umfasste 116 Dörfer, von denen viele im sächsischem Gebiet lagen, anderseits schloss aber die Herrschaft auch sächsische Gebietsteile ein. So waren Gulben, Kleingaglow, Limberg und Öelsnig rein sächsisch. Sie erscheinen daher nicht in der Aufstellung. Desgleichen finden wir hier nicht die erste im Laufe späterer Zeit entstandenen Siedlungen: Burg Kauper, Burg Kolonie, Ottendorf, Radewiese, Saccassne, Sachsendorf, Schönhöhe, Großgaglow im Cottbuser Kreise, Bischdorf, Domsdorf, Lubochow, Siewisch und Steinitz im Calauer Kreise, Groß- Breesen und Kerkwitz im Gubener Kreise sowie Schlabendorf im Luckauer Kreise waren 1652 teils sächsisch, teil brandenburgisch. Zur Herrschaft Cottbus gehörten ferner im heutigen Calauer Kreise: Allmosen, Bahnsdorf, Buchholz, Gahlen, Geisendorf, Kalkwitz, Laasow, Leskow, Lindchen, Petershain, Raakow, Radensdorf b. Drebkau, Ranzow und Ressen; im heutigen Spremberger Kreise: Göhrigk, Jessen, Stradow, Straußdorf und Wolkenberg; im heutigen Gubener Kreise: Germannsdorf. Die Zählung ergab für die Herrschaft Cottbus ( ohne die Stadt Cottbus und Peitz ) 10279 Einwohner, einschließlich der Ehefrauen, die in der Aufstellung nicht verzeichnet sind. Nicht mit aufgeführt sind ferner die Familienangehörige und die Dienstboten der Adligen sowie der Pfarrer und Küster. Vergleichen wir die Zahl mit der heutigen. In dem hier behandelten Gebiete lebten (die beiden Städte nicht mitgerechnet) 1935 rund 60 000 Personen, also 6 mal soviel wie 1652. Unsere Aufstellung von 1652 verzeichnet 2767 Stellen von denen 454 oder 16 % wüst lagen. Die Zahl der Wüstungen ist gering, wenn man sie mit denen andere Gegenden unserer Provinz Brandenburg vergleicht. So waren damals in der Herrschaft Ruppin 900 Stellen besetzt, während noch 1400 wüst lagen; in der Prignitz betrug die Bevölkerung etwa 2/3 des Vorkriegsbestandes, und in der Zauche war der Bevölkerungsstrand um 40 % gesunken. Am allergünstigsten sah es in den Cottbuser Ratsdörfern Dissenchen, Kolkwitz, Madlow, Ströbitz und Brunschwig am Berge aus, die unter 114 Stellen nur 5 Wüstungen zählten. Auch im Amt Cottbus war die Zahl der unbesetzten Stellen nur gering, sie betrug 56 Stellen = 9%. Das Amt Peitz hatte gar nur 32 wüste Höfe = 6%. Dissen z.B .zeigte unter 84 Stellen. Sielow unter 70 Stellen nicht eine einzige unbesetzte. Diese Dörfer erfreuten sich einer kaiserlichen "Salva Guardia" (Schutzbrief) und waren daher von den kaiserlichen Truppen mehr geschont geworden. In den ritterschaftlichen Dörfern stieg die Prozentzahl der Wüstungen auf 23. Hier ergeben sich beachtenswerte Unterschiede. Während z. B. in Mattendorf von 16 Stellen 12 wüst lagen, waren in Briesen alle 40 besetzt. 29 der Besitzer stammten aus dem Dorfe selbst, so dass auch kein großer Zuzug von außerhalb gekommen ist. Briesen war Besitz des mächtigen Generals von Klitzing und wurde daher von den feindlichen Truppenführern wohlwollend behandelt. So z.B. befahl General Torstenson bei seinem Durchzug durch Cottbuser Gebiet seinen Truppen ausdrücklich, Klitzingsche Dörfer zu schonen. Ferner dürfte die zuvor erwähnte Flucht der Bewohner einiger Dörfer in den Spreewald dazu beigetragen haben, dass sich der Bevölkerungsstand im Cottbuser Gebiet besser hielt als in anderen Gegenden der Mark. Vor allem aber wird man die vorteilhafte Lage der Herrschaft Cottbus, inmitten von sächsischem Gebiet für das günstige Ergebnis erwähnen müssen. Sachsen hatte in geringerem Maße als manche Gegenden der Mark Brandenburg und dem ewigen Hin und Her zwischen Kaiserlichen und Schweden zu leiden. Man muß natürlich berücksichtigen, dass zur Zeit der Zählung schon 10 Jahre verhältnismäßiger Ruhe vergangen waren, in denn sich fremde Ansiedler in der Herrschaft Cottbus niedergelassen hatten. Ein großer Teil von ihnen stammte aus der Nachbarschaft, 256 waren aus der Lausitz gebürtig, 20 aus Meißen, 4 aus dem Beeskower Kreise, 6 aus der Oberlausitz, 2 aus Storkow, 2 aus Sommerfeld, je einer aus Kirchhain, Schlesien Muskau, Hoyerswerda, dem Gubenschen und aus Böhmen. Während die Prignitz ihre Zuwanderung aus dem Holzsteinischen aus der Gegend von Hamburg und Lübeck erhielt, war bei uns die nähere Umgebung in der Lage, die fehlenden Leute zu ersetzen. Nach der Zählung war das Gewerbe vertreten durch 31 Schneider, 28 Krüger, je 24 Schmiede, Zimmerleute, 23 Müller, 15 Spielleute, 14 Fischer, 13 Brauer, je 12 Hirten, Leinweber, 9 Rademacher, 8 Schäfer, je 6 Köhler, Pferdehändler, Winzer, je 4 Bockpfeifer, Boten, je 3 Lehmkleiber, Fuhrleute, Ölschläger, je 2 Dachdecker, Maurer, Schuster, Wasserträger, je 1 Bäcker, Büttner, Glaser, Malzführer, Schindelmacher, Tischler, Teerführer. Die Winzer lebten in den Cottbuser Vorstädte Ostrow und Sandow, weil damals in nächster Umgebung von Cottbus noch Weinbau getrieben wurde. Ein großer Teil der 200 Weinberge, die es vor dem Kriege in der Umgebung von Cottbus gab, war allerdings dem Kriege zum Opfer gefallen. Eine Zusammenstellung ergibt, dass die durchschnittliche Kinderzahl auf die Familie berechnet nur 2,1 betrug, denn bei 2156 Familien zählte man 2248 Knaben und 2292 Mädchen. Trotz der vielfachen Plünderungen war der Viehbestand in der Herrschaft Cottbus 1652 nicht ungünstig, man zählte 1417 Pferde und 9198 Rinder. Die Umfrage nach gedienten Soldaten ergab, dass 59 Einwohner bei den verschiedensten Heeren gedient hatten, davon 11 bei den Schweden, 6 bei den sächsischen Völkern einer hatte 3 Jahre als Reitknecht dem Herzog Christian im Dänemarkischen Kriege gedient. Von den brandenburgischen Regimentern war das Trottische, das in Peitz stand, mit 20 Leuten vertreten, 10 dienten dem Regiment Alt- Kracht, 2 hatten im kurfürstlichen Leibregiment zu Roß gestanden. Die Statistik von 1652 bildete für den großen Kurfürst die Grundlage, auf der weiter gebaut werden konnte. In unserer heutigen Zeit ist sie für die Wirtschafts -Siedlungs -und Familiengeschichte eine überaus schätzbare Quelle. Mit ihrer Ausführlichkeit geht sie weit über das hinaus, was uns die Kirchenbücher - soweit sie überhaupt noch für jene Zeit vorhanden sind - an Kenntnissen vermitteln können. Schließlich bietet der Landreiterbericht die Möglichkeit festzustellen, welche Familien schon vor 300 Jahren in den Dörfern ansässig waren. Dies ist heute von besonderer Bedeutung, da das für unsere ländlichen Verhältnisse epochemachende Erbhofgesetz den Erbhöfen, die über 300 Jahre Besitz derselben Familie sind, das Vorrecht einer Eintragung in das "Buch der alten Erbhöfe" beim Erbhofgericht in Celle verleiht. Ein Vergleich des hier folgenden Verzeichnisses mit den heutigen Einwohnerlisten hat ergeben, dass in wenigstens 600 Fällen auch heute noch genau die selben Familiennamen in den einzelnen Dorfschaften anzutreffen sind wie vor 300 Jahren; häufig vorkommende Namen wie Krüger, Lehmann, Noack, Schulze nicht berücksichtigt. Wenn hiermit auch nicht gesagt werden soll, dass in allen Fällen die Familien 300 Jahre im Dorfe ansässig sind (vergl. z.B. Dr. Fritz Pohl "Gehöfte und Familien-Namen der Niederlausitz" Nr. 1 der Familienkundl. Hefte für die N-L-) so dürfte die Möglichkeit hierfür doch oftmals gegeben sein. Diese Arbeit soll denn auch zu weiterer Nachforschung in dieser Hinsicht anregen. Die Namen wurden auf Grund mündlicher Befragung verzeichnet, so wurden mithin so geschrieben, wie sie sich dem Ohre boten. Die Schreibung ist daher einmal durch die Aussprache des Namensträgers und andererseits durch die Aufnahme des Schreibers bedingt. Irrtümer sind daher um so eher möglich, als die Aussprache der wendischen Landbevölkerung von der der deutschen Beamten abwich. Um Lesefehler des Bearbeiters zu vermeiden, wurden die Namen soweit angängig von orts -und namenskundigen Sachverständigen durchgesehen, denen an dieser Stelle nochmals gedankt sei. Während im Abdruck die Schreibweise der Handschrift vereinfacht ist sind die Namen buchstab engetreu mitgeteilt. Der Umfang der Arbeit hat aber bei einigen stet wiederkehrenden Worten Abkürzungen bedingt. Außer den allgemein üblichen, wie z.B. N/L = Niederlausitz, sind dies folgende: i. L. geb.= im Lande geboren. Der Vermerk welche Einwohner im Dorfe geboren sind, findet sich zuweilen erst summarisch am Ende der Aufzeichnungen für das Dorf. (Bei allen Witwen fehlt im Urtext die Angabe des Geburtsortes) J bedeutet Jahr(e) S =Sohn (Söhne) Sch=Scheffel, T=Tochter (Töchter). Die erste Zahl hinter dem Familienname gibt das Alter des Betreffenden an, die zweite, wie lange er das Gut bewirtschaftete. Für Dienstjunge und Junge, Dienstmagd und Magd werden einheitlich die Bezeichnung "Junge" und "Magd" eingesetzt. Das hier folgende Verzeichnis liegt im Preußischen Geheimen Staatsarchiv Berlin Dahlem unter der Signatur Rep. 56 Nr.2. Die Veröffentlichung wurde ermöglicht durch freundliche Unterstützung der Landesbauernschaft Kurmark und des Kreisausschusses Cottbus.

Anmelden

Termine

08.07.2017 - 
Döbbrick

15.07.2017 - 17:00 Uhr
Lichterfeld

19.07.2017 - 18:30 Uhr
Sportpark

21.07.2017 - 19:00 Uhr
Feuerwehr Krieschow

Ferienhaus NiedanHonda ChmellZimmerei Edelbert Niedan